Prostatakrebs-Früherkennung in Oldenburg

Die Früherkennung von Prostatakrebs, oft auch Prostatavorsorge genannt, sollte sich nicht allein an einer einzelnen Untersuchung orientieren. Entscheidend sind Ihr Alter, Ihr persönliches und familiäres Risiko sowie vorhandene Vorbefunde. In der Urologie am Stau beraten wir Sie individuell zu den Möglichkeiten der Früherkennung und helfen Ihnen, die für Sie passenden Untersuchungen auszuwählen.

Früherkennung individuell planen

Prostatakrebs verursacht in frühen Stadien häufig keine Beschwerden. Ziel der Früherkennung ist es, behandlungsbedürftige Veränderungen möglichst früh zu erkennen. Gleichzeitig sollen unnötige Untersuchungen und Behandlungen vermieden werden.

Welche Untersuchungen sinnvoll sind, hängt von Ihrer persönlichen Situation ab. Neben dem Alter berücksichtigen wir insbesondere familiäre Vorbelastungen, frühere PSA-Werte, bestehende Beschwerden und bereits vorliegende Befunde.

PSA-Test und Prostataultraschall

Zur individuellen Früherkennung und Beurteilung der Prostata stehen verschiedene Untersuchungen zur Verfügung. PSA-Bestimmung und transrektaler Ultraschall erfüllen dabei unterschiedliche Aufgaben.

PSA-Test

Das prostataspezifische Antigen (PSA) ist ein Eiweiß, das von der Prostata gebildet wird und im Blut bestimmt werden kann. Der PSA-Wert kann Hinweise auf Veränderungen der Prostata geben.

Ein erhöhter PSA-Wert bedeutet nicht automatisch Prostatakrebs. Auch eine gutartige Prostatavergrößerung, Entzündungen und andere Einflüsse können den Wert verändern. Deshalb betrachten wir den PSA-Wert immer im Zusammenhang mit Ihrer persönlichen Situation und vorhandenen Vorwerten.

Transrektaler Ultraschall (TRUS)

Beim transrektalen Ultraschall wird die Prostata über den Enddarm sonographisch dargestellt. Die Untersuchung ist eine sinnvolle Ergänzung zur Bestimmung von Größe und Volumen der Prostata.

Gesetzliche Früherkennung und zusätzliche Untersuchungen

Gesetzliche Krebsfrüherkennung

Für gesetzlich versicherte Männer besteht ab dem 45. Lebensjahr ein jährlicher Anspruch auf die gesetzliche Früherkennungsuntersuchung der Prostata. Dazu gehören ein ärztliches Gespräch sowie die Untersuchung der Genitalorgane, der Lymphknoten und die Tastuntersuchung der Prostata.

PSA-Test und Ultraschall

Die aktuelle ärztliche Leitlinie empfiehlt Männern ab 45 Jahren nach ärztlicher Beratung eine Früherkennung auf Basis des PSA-Werts.

Der PSA-Test zur Früherkennung und der transrektale Ultraschall gehören bei beschwerdefreien Männern ohne konkreten Krankheitsverdacht bislang nicht zum Leistungsumfang der gesetzlichen Krankenversicherung. Wir bieten diese Untersuchungen als individuelle Gesundheitsleistungen an und informieren Sie vorab über die entstehenden Kosten.

Was passiert bei einem auffälligen PSA-Wert?

PSA-Wert einordnen

Zunächst prüfen wir, ob Faktoren vorliegen, die den PSA-Wert beeinflussen können, und vergleichen den Wert mit eventuell vorhandenen Voruntersuchungen.

Kontrollmessung bei Bedarf

Je nach Ausgangsbefund kann zunächst eine erneute PSA-Bestimmung sinnvoll sein, bevor weitere diagnostische Schritte erfolgen.

Weitere Abklärung

Ergibt sich weiterhin ein auffälliger Befund, besprechen wir mit Ihnen die weitere Diagnostik. Je nach individueller Situation kann beispielsweise eine multiparametrische MRT der Prostata und gegebenenfalls eine Gewebeentnahme (Prostatastanzbiopsie) sinnvoll sein.

Häufige Fragen zur Prostatakrebs-Früherkennung

Hier finden Sie Antworten auf häufige Fragen zur Vorsorge und Früherkennung.

Ab welchem Alter ist eine Prostatakrebs-Früherkennung sinnvoll?

Die aktuelle ärztliche Leitlinie empfiehlt, Männern ab 45 Jahren nach ärztlicher Beratung eine PSA-basierte Früherkennung anzubieten. Männer mit bestimmten erblichen Genveränderungen, etwa im BRCA2-Gen, sollten sich bereits ab 40 Jahren beraten lassen. Auch eine familiäre Vorbelastung spielt bei der Planung eine wichtige Rolle.

Wie oft sollte der PSA-Wert kontrolliert werden?

Das hängt vom gemessenen Wert ab. Bei einem niedrigen PSA-Wert genügt nach der aktuellen Leitlinie eine Kontrolle nach fünf Jahren, bei einem mittleren Wert alle zwei Jahre. Liegt der Wert höher, empfehlen wir eine zeitnahe Kontrolle und gegebenenfalls eine weitere Abklärung.

Ist ein erhöhter PSA-Wert automatisch ein Hinweis auf Prostatakrebs?

Nein. Der PSA-Wert kann auch durch gutartige Veränderungen der Prostata, Entzündungen und andere Faktoren erhöht sein. Ein auffälliges Ergebnis wird deshalb zunächst im Zusammenhang mit Ihren Vorbefunden und weiteren Einflussfaktoren beurteilt.

Kann ein normaler PSA-Wert Prostatakrebs sicher ausschließen?

Nein. Der PSA-Wert ermöglicht eine Einschätzung des individuellen Risikos, kann ein Prostatakarzinom jedoch nicht mit vollständiger Sicherheit ausschließen. Deshalb berücksichtigen wir bei der Beurteilung auch weitere Risikofaktoren und Befunde.

Welche Bedeutung hat der Prostataultraschall?

Der transrektale Ultraschall ist eine sinnvolle Ergänzung zur Bestimmung von Größe und Volumen der Prostata.

Wie werden PSA-Test und Ultraschall abgerechnet?

Bei beschwerdefreien Männern ohne konkreten Krankheitsverdacht sind PSA-Test und Prostataultraschall zur Früherkennung in der Regel Selbstzahlerleistungen. Über die Kosten informieren wir Sie vor der Untersuchung.

Prostatakrebs-Früherkennung in der Urologie am Stau

Wenn Sie eine Beratung zur Prostatakrebs-Früherkennung wünschen, besprechen wir mit Ihnen, welche Untersuchungen in Ihrer persönlichen Situation sinnvoll sind.

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Weiterführende Informationen: Krebsinformationsdienst des Deutschen Krebsforschungszentrums

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